Projekthintergrund

Dolmetscher_innen werden bundesweit in unterschiedlichsten behördlichen und nicht-staatlichen Kontexten zur Förderung der Kommunikation mit Klient:innen, Patient_innen und Kund_innen ohne ausreichende Deutschkenntnisse eingesetzt. Die beruflichen Qualifikationen der eingesetzten Dolmetscher_innen sind dabei höchst unterschiedlich. Dies kann dazu führen, dass die gedolmetschten Gespräche weder im Ergebnis noch im Gesprächsverlauf die notwendige Qualität mit sich bringen. Bei den Fachpersonen können „schlecht“ gedolmetschte Gespräche zu Informationsverlusten, Unzufriedenheit, Frustration, Hilflosigkeit oder in Einzelfällen auch zu falschen Entscheidungen führen. Systemseitig ergeben sich durch nicht erreichte Gesprächsziele vermeidbare Folgetermine und zusätzliche Einsatzkosten.

Ziele

Entwicklung und Evaluation von halbtägigen Fortbildungen für Fach- und Führungskräfte aus den Bereichen Gesundheit, Soziales, Behörden und Bildung.

Projektkonzept

Im Rahmen des 27-monatigen AMIF-Projekts „Qualitätsoptimierung für Fachkräfte und Sprachmittler_innen“ sollen im Teilprojekt I Ziele mit Hilfe folgender Module erreicht werden:

Modul Konzeptentwicklung

Auf Basis einer umfangreichen internationalen Literatur- und Programmrecherche zu Maßnahmen im Bereich dolmetschgestützte Gespräche im Gemeinwesen werden Konzepte für zwei unterschiedliche Fortbildungen entwickelt: Fachkräfte und Führungskräfte.

Modul Öffentlichkeitskampagne

Es wird eine Öffentlichkeitskampagne entwickelt und durchgeführt, um Fachpersonen und Verantwortliche über die Fortbildungsmöglichkeit zu informieren. Zielgruppe der Kampagne sind Fach- und Führungskräfte aus den unterschiedlichen Bereichen, die in ihrem Berufsalltag dolmetschgestützte Gespräche führen.

Modul Organisation und Durchführung der Fortbildungen

Es werden insgesamt 23 Fortbildungen für Fach- und Führungskräfte werden durchgeführt und evaluiert. Die Fortbildungen werden als Inhouse-Schulungen angeboten.

Modul Evaluation

Die Qualität der durchgeführten Fortbildungen wird wissenschaftlich auf der Basis des Mixed-Methods-Ansatzs evaluiert.